Grandioser 104-102 Sieg nach 50 Minuten

Im Fußball sind Sprüche wie zum Beispiel „ein Spiel dauert immer 90 Minuten“ oder „der Ball ist rund“ jedem Fan ein Begriff. Gäbe es im Basketball ähnliche Sprichwörter dann würden sie für das gestrige Spiel am Kyberg definitiv nicht gelten. In einem hochspannenden, aber mindestens genauso verrücktem Spiel, setzten sich die Tropics nach 50 Minuten und zweifacher Overtime mit 104-102 gegen den Tabellendritten Breitengüßbach durch.

Die Mannen um Florian Börstler, der den verletzten Philipp Först als Kapitän vertrat, zeigten sich insbesondere in der ersten Halbzeit von Ihrer Schokoladenseite. Besonders Flügelspieler Frieder Diestelhorst  war in den ersten 20 Minuten in allerbester Spiellaune und versenkte einen Wurf nach dem anderen. Zur Halbzeit hatte der gebürtige Hallenser bereits 16 Punkte auf dem Konto und traf vier seiner sieben Dreipunktwürfe. Auch in der Defense standen die Gelbhemden sehr kompakt. Sperber, Walter, Kögler, Knox und Börstler machten enormen Druck am Ball und versuchten erfolgreich die Gäste beim Spielaufbau zu stören. Auch die große Riege der Gelbhemden Kitatu, Hübner, Diesterhorst und Francois-Friis machte einen bärenstarken Job gegen das gefürchtete Centertrio Güßbachs um Ex-BBL Profi Erik Land. Mit einer 43-35 Führung ging es in die Halbzeitpause und die Mannschaft hatte sich schon hier für die schwache Leistung in Zwickau rehabilitiert.

Auch im dritten Spielabschnitt waren die Gelben noch sehr fokussiert und bauten Ihre Führung nach einem spektakulären Buzzerbeater von Jakob Sperber zum Viertelende auf elf Punkte aus. Neben Omari Knox war es nun vor allem Janosch Kögler der im Angriff die Verantwortung übernahm und zeigte welches große Potential in Ihm steckt.

Im Schlussviertel sah man dann warum die Oberfranken auf dem dritten Tabellenplatz stehen. Während sich die Oberhachinger von der nun enorm physischen Spielweise des Gegners aus dem Konzept bringen ließen, suchten die Gäste konsequent den Weg zum Korb oder brachten den Ball zum überragenden Erik Land direkt an den Korb. Punkt um Punkt holte Breitengüßbach auf und auch die Offensive der Tropics geriet nun ins Stocken. Zwei Minuten vor dem vermeintlichen Ende der Partie ging der TSV Tröster mit fünf Punkten in Führung und schien endgültig auf die Siegerstraße.

Doch die Tropics zeigten nun großen Willen, die Defensive stand nun wie eine Wand aus Beton und vorne scorten Knox und Hübner aus dem Zweipunktbereich. Beim Stand von 81-84 wurde dann Frieder Diestelhorst freigespielt, bewies „Clutch“ und glich mit einem Dreier aus großer Entfernung aus. Breitengüßbach hatte bei 20 Sekunden Spielzeit den letzten Angriff, verlor aber den Ball und plötzlich bot sich den Gelbhemden wie aus dem Nichts die Chance, das verloren gedachte Spiel für sich zu entscheiden. Nach einem genialen Alley-Hoop Anspiel von Sperber auf Knox hielt die komplette Halle den Atem an, doch leider verlegt der US-Boy mit Ablauf der Uhr den schweren Korbleger.

In der ersten Overtime bot sich den Zuschauern das gleiche Bild wie zum Ende der Partie. Die Tropics holten einen Rückstand auf und kamen dank einem starken Ballgewinn wieder unverhofft in die Chance, das Spiel zu gewinnen. Leider verfehlte auch dieser Wurf sein Ziel und es gab weitere fünf Minuten Spielzeit.

Auch hier waren es erneut die Oberfranken, die zuerst Oberwasser hatten und nach einen Dunking von Lukas Wagner mit 97-94 in Führung gingen. Doch dann folgte der endgültige KNOXout für die ebenfalls tapfer kämpfenden Gäste. US Boy Knox traf zwei Dreier in Folge und sorgte somit für die Vorentscheidung. Die Tropics ließen sich nun die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und feierten den hochverdienten Sieg. Ein denkwürdiges Spiel, an das man sich auch noch in Jahren erinnern wird. Fairerweise bleibt zu erwähnen, dass Breitengüßbach den Sieg genauso verdient hätte und die Tropics einfach das nötige Quäntchen Glück mehr hatten in den Schlussphasen.

Co-Trainer Robert Maras : „Großes Kompliment an die Mannschaft, obwohl wir es wirklich nicht so spannend machen mussten. Wir hatten nicht nur Höhen, sondern auch Tiefen in dem Spiel. Diese schlechten Phasen gilt es nun genau zu analysieren und daran zu arbeiten. Denn vor allem nach solchen grandiosen Siegen, ist es enorm wichtig auf dem Boden zu bleiben und konzentriert weiterzumachen. Sicherlich ein Grundstein für den Sieg war die zahlreiche Beteiligung der Spieler am Training in der vergangenen Woche.“

Punkte: Knox 27, Diestelhorst 26, Kögler 23, Hübner 13, Sperber 8, Walter 5, Börster 2, Francois-Friis 2, Kitatu, Lippert (dnp)


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