Ambitionierter Aufsteiger kommt mit vielen Ex-Tropics

Nach dem Husarenstreich in Breitengüßbach, wo die Truppe um Kapitän Moritz Wohlers dank der besten Saisonleistung die Oberhand behielt, steht am kommenden Sonntag bereits das nächste Topspiel auf dem Programm. Mit den BC Hellenen München gibt der äußerst ambitionierte Aufsteiger aus der bayerischen Landeshauptstadt seine Visitenkarte am Kyberg ab.

Der sehr engagierte und ehrgeizige Vorstandsvorsitzende Kostas Kirsch hat große Visionen und die 1. Regionalliga soll mittelfristig nicht die Endstation für unsere griechischen Freunde sein. Um die ambitionierten Ziele in die Realität umzusetzen, verpflichtete Kirsch mit Christos Dictapanidis einen äußerst erfahrenen Profitrainer aus Griechenland. Dictapanidis, der zuletzt nur unterklassig in der Nähe von Saloniki coachte, zählt zu den 10 besten Trainern in seiner Heimat und hat einen beindruckenden Lebenslauf mit vielen gewonnen Meisterschaften vorzuweisen. Der renommierte Übungsleiter ist nicht nur für das Regionalligateam zuständig, sondern koordiniert mit seinem Fachwissen auch die vielen Jugendmannschaften des Aufsteigers.

Der Aufstiegskader wurde bis auf weniger Ausnahmen nahezu komplett ausgetauscht. Viele Spieler, wie unter anderem der Ex-Tropic Tommy Nibler, konnten aus zeitlichen und beruflichen Gründen den hohen und sehr fordernden Trainingsaufwand nicht mehr erfüllen. Bei der Suche nach schlagkräftigen Verstärkungen hatte die sportliche Leitung um das Trainerteam und Kostas Kirsch ein glückliches Händchen. Neben Ligatopscorer Omari Knox, der letzte Spielzeit noch für Oberhaching auf Korbjagd ging, lockte der Klub mehrere hochinteressante Neuzugänge in den Münchener Westen. Neben Aufbauspieler David Markert (zuletzt Rostock ProB) tragen auch die Ex-Oberhachinger Aidan Francois-Friis, Alex Kleingüttl, Ben Kitatu und Julien Jermaine Lippert die Farben der United Colors. Als wertvolle Ergänzung erwies sich zudem der kampfstarke Power Forward Giacomo May, der seine basketballerische Ausbildung beim BBL Klub Telekom Baskets Bonn durchlief.

Mit einer ausgeglichen Bilanz von 5-5 Siegen spielt der Liganeuling zwar eine grundsolide Saison, blieb aber etwas hinter den hohen Erwartungen zurück. Die große Qualität im Kader der Gäste und die geballte Erfahrung von Dictapanidis machen die Hellenen aber zu einem äußerst unangenehmen Gegner. Beide Vereine haben ein freundschaftliches Verhältniss und es kommen am Sonntag auch viele ehemalige Tropics an den Kyberg. Gastgeschenke wollen Boyer & Co jedoch nicht verteilen und werden alles daran setzen, die Punkte in Oberhaching zu behalten. Gelingt es den Gelbhemden Omari Knox zu schweren Würfen zu zwingen und die Läufe der Hellenen rechtzeitig zu stoppen, stehen die Chancen gut den sechsten Sieg in Folge einzufahren.

Trainer Mario Matic: „Ich verfolge genau die Entwicklung der Hellenen. Erstmal Kompliment an Christos, der es geschafft hat mit eiserner Disziplin und großem Fachwissen eine gute Struktur aufzubauen. Man sieht, dass die Truppe täglich trainiert und vor allem körperlich topfit ist. Die Mannschaft trägt die Handschrift des Trainers und überzeugt mit knallharter Defense sowie sehr strukturiertem Offensivbasketball. Derbys haben bekanntlich Ihre eigenen Gesetze und wir wissen um die Stärke der Hellenen. Jedoch wissen wir auch, was wir können und wollen an die Leistung von Breitengüßbach anknüpfen. Wir werden alles daran setzen den zweiten Tabellenplatz zu verteidigen. Wir wollen schließlich auch die Nummer 2 im Münchener Basketball bleiben hinter dem FC Bayern München.“