100:88 dank starker Teamleistung 

Die Vorzeichen für das Derby in Rosenheim konnten nicht schlechter sein. Neben den Langzeitverletzten Jakob Sperber und Markus Hübner, musste Coach Mario Matic auch auf Neuzugang Frieder Diestelhorst sowie Power Forward Julian Lippert verzichten. Die kleine Tropics Delegation machte sich quasi mit dem allerletzten Aufgebot auf den Weg in die Voralpen. Doch bereits von Anfang an war zu erkennen, dass die Mannen um Kapitän Philipp Först nicht gewillt waren sich Ihrem Schicksal kampflos zu ergeben, sondern versuchen wollten den zuletzt starken Gastgebern Paroli zu bieten. Die Gelbhemden starteten hellwach in die Partie und gingen nach fünf gespielten Minuten mit 13:5 in Führung. In der Anfangsphase setzte man in der Verteidigung die vorgegebene Marschroute konsequent um und im Angriff wurde Flügelspieler Aidan Francois-Friis ein ums andere Mal von seinen Mitspielern toll in Szene gesetzt.

In der Folgezeit jedoch machten sich dunkle Wolken über dem Tropics Beach breit. Der Sportbund spielte sich vor den eigenen Fans nun in einen Rausch und traf aus allen Lagen. Neben US-Boy Jguwon Hogges waren es vor allem der Litauer Osvaldas Gaizauskas sowie der kroatische Topscorer Dino Erceg, die von der Defensivabteilung der Oberhachinger nicht in den Griff zu bekommen waren. Zu allem Überfluss geriet mit Ben-Mateta Kitatu, der einzige Center im Tropics-Aufgebot bereits früh in Foulprobleme und musste mit drei persönlichen Fouls auf der Bank Platz nehmen. Eklatante Reboundschwächen taten Ihr Übriges und durch einen 14-0 Lauf führten die Gastgeber mit 24-16 nach dem ersten Viertel.

Kaum einer der knapp 500 Zuschauer in der Gabor-Halle zweifelte nach dem Verlauf der ersten zehn Minuten nun an einem Sieg der Heimmannschaft. Die kleine Aufstellung der Tropics, bei denen der nur knapp 190cm große Aidan Francois-Friis tapfer auf der Centerposition rackern musste, glich eher der einer Fußballmannschaft und der erfahrene Trainerfuchs Mario Knezevic wusste diese körperlichen Vorteile gekonnt auszunutzen.

Da man im Set-Play unterlegen war, stellten die Gelbhemden nun Ihre Verteidigung um. Mit aggressiver Ganzfeldpresse überraschte man die Rosenheimer, die mit dem extrem starken Druck der Tropics Defense überhaupt nicht zurechtkamen. Aus der Not heraus war nun eine Tugend geboren und man zwang die Gastgeber mehrfach zu Ballverlusten. Diese Ballgewinne wurden nun konsequent durch schnelles Umschalten und einige Traumpässe zu einfachen Punkten im Schnellangriff genutzt. Durch die vielen einfachen Korbleger stieg nun auch das Selbstvertrauen und Knox & Co. spielten sich nun in einen unfassbaren Rausch. Neben US-Boy Knox waren es nun vor allem Torsten Walter und Janosch Kögler, die immer besser in die Partie fanden. Oberhaching gewann das zweite Viertel mit sage und schreibe 31-12 Punkten und führten zur Halbzeit mit 47:36.

In der Halbzeitbesprechung schworen sich die Tropics nochmal neu ein und jedem einzelnen war bewusst, dass noch ein hartes Stück Arbeit auf die Mannschaft zukommen würde um die Punkte nach Oberhaching mitzunehmen.

Der Sportbund kam wie erwartet aggressiv aus der Kabine und verkürzte den Rückstand durch Punkte des rumänischen Centerspielers Gheorghiu auf sieben Zähler. Sofort waren die Zuschauer da und das Momentum drohte nun wieder auf die Seite der Gastgeber zu kippen. Doch nun nahm Topscorer Omari Knox das Heft in die Hand und war nicht mehr zu stoppen.“Heiß wie Frittenfett“ traf der US-Amerikaner nun einen Wurf nach dem anderen und zwang Heimcoach Knezevic zu einer Auszeit. Die Defense der Rosenheimer konzentrierte sich nun voll auf Knox und stellte den New Yorker unter Sonderbewachung.

Die Freiräume, die sich somit für den Rest der Mannschaft auftaten, wurden in Perfektion ausgenutzt. Florian Börstler, Janosch Kögler und Torsten Walter versenkten blitzsauber die Würfe von außen. Ben Kitatu und Francois-Friis wurden immer wieder von den Mitspielern unter dem Korb toll in Szene gesetzt. Mitte des dritten Viertel wuchs der Vorsprung auf über 20 Punkte und die Vorentscheidung war gefallen. Bis zum Ende der Partie verwaltete der Tropics-Express sicher den Vorsprung und erspielte sich völlig verdient den vierten Sieg in Folge. In den Schlussminuten kam dann auch Andy Rank zu seinen ersten Regionalligapunkten. Das Nachwuchstalent machte, unter großem Jubel seiner Mitspieler, die 100 Punkte voll und belohnte sich für seine engagierten Trainingsleistungen.

Kapitän Philipp Först: “Ich bin wirklich sehr stolz auf die Mannschaft. Wir waren durch die vielen Ausfälle klarer Außenseiter und es war wirklich eindrucksvoll was wir heute geleistet haben. Von dem Rückstand nach dem 1. Viertel haben wir uns nicht entmutigen lassen und uns als Einheit zurückgekämpft. So toll dieser Sieg in Rosenheim auch war, der Blick geht jetzt nach vorne. Es gilt am kommenden Sonntag (18.12.) die Sensation gegen Coburg zu schaffen und somit unsere Siegesserie auszubauen. Das letzte Heimspiel des Kalenderjahres wollen wir außerdem nutzen, um uns bei unseren Zuschauern mit Glühwein, Punsch und Spekulatius zum 4. Advent zu bedanken. Wir hoffen trotz oder gerade wegen des 4. Advents auf zahlreiche Unterstützung bei unserem Auftritt gegen den Tabellenführer.”

Punkteverteilung Tropics: Knox 31, Kögler 21, Francois-Friis 14, Walter 13, Kitatu 11, Börstler 8, Rank 2, Först


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